Unsere Hotelanlage

Aktuelles

Unsere ersten Brunchtermine im neuen Jahr:04. März09. April - Ostermontag06. Mai
mehr...

Seit dem 01.01.2012 haben wir unsere "Schlossherrschaft" auf das wundervolle Sch
mehr...

Unter dem Menüpunkt "Referenzen" - auf unserer Seite unten rechts - fi
mehr...

 

Anfahrtskizze
» Ansicht vergrößern

Historie - Chronik des Schlosshotel Michelfeld

Über das Schloss gibt es aus dem 13. und 14. Jahrhundert nur ungenau Angaben. In einer Aufzeichnung aus dem Jahre 1390 heißt es, dass Graf Eberhard von Katzellenbogen in der zweiten Woche nach Pfingsten Wilhelm von Münchingen die Lehen übergeben habe, die Wilhelm von Michelfeld in Besitz hatte, darunter auch die Burg. Aus dem Jahre 1449 wird berichtet, dass Hans von Neuenstein die Burg von seinem Schwiegervater gekauft habe, und dass sie von diesem auf Hans von Gemmingen übergegangen sei.

Erst aus Schriftstücken die Orendel von Gemmingen über das Schloss schrieb, wissen wir, dass 1522 ein neues Schloss im unteren Teil des Schlossgartens errichtet wurde.
Die Burg, welche vorher im oberen Teil des Schlossgartens stand, war kein besonderer Bau. Vermutlich war die Burg ein einfaches Gebäude, ähnlich wie die alten Bauernhäuser, nur etwas größer. Um die Burg war früher ein Wall aufgeworfen, der noch lange Zeit im oberen Schlossgartenteil entlang der Straße zu erkennen war.

Das Schloss, welches Orendel und Weirich von Gemmingen im Jahre 1522 errichtete, wurde bewusst in das Sumpfgebiet gebaut, um vor eventuellen Feinden besseren Schutz zu haben. Der Bau stand auf Holzpfählen und war ein Fachwerkbau. Zum Eingang führte wohl ein Holzsteg, der bei Gefahr hochgezogen werden konnte.

Im Dreißigjährigen Krieg, als nach 1630 das Schloss leer stand, wurde es von fremden Söldnerheeren in Brand gesetzt und völlig zerstört. Einige Jahre nach Ende des Dreißigjährigen Krieges, nachdem Johann Reinhard von Gemmingen Michelfeld übernommen hatte, ließ er auf dem Platz ein neues Schloss erbauen. Ähnlich wie das abgebrannte Schloss war das neue Schloss kein vollständiger Steinbau. Lediglich die Fundamente und die Mauern bis zur Kellerdecke waren aus Stein. Nach den Bauakten wurde der Schlossbau 1665 begonnen und war nach zwei Jahren bezugsfertig. Jeder Michelfelder Gemeindsmann wurde zu 12 Tagen Fronarbeit herangezogen.

Nahezu 90 Jahre später, nämlich 1753 befand sich das Schloss wieder in einem schlechten Zustand. Der damalige Lehensinhaber ließ Holzwerk abwerfen und den gesamten Bau zweistöckig in Stein ausführen. Die Bauarbeiten begannen 1758 und wurden 1759 vollständig beendet. Dabei wurde auch eine steinerne Brücke vom oberen Schlossgartenteil zum Schloss errichtet.

1760 wurden im oberen Stock nochmals einige Zimmer eingebaut. Damit war die heutige Form des Schlosses noch nicht erreicht. August von Gemmingen ließ 1873 das Schloss in modernem Stil umbauen. Der Dachstuhl wurde abgenommen, neu aufgesetzt und mit einem flachen Zink- und Schieferdach versehen. Der innere Schlosshof erhielt eine Glasabdeckung und das hölzerne Treppenhaus wurde durch eine massive Sandsteintreppe ersetzt.

Der Umbau verursachte einen Kostenaufwand von 23.413 Gulden und 9 Kreuzer. Nach im Archiv der Familie von Gemmingen aufbewahrten Belege, erhielten die Handwerker folgenden Taglohn:

Steinhauer: 
Maurer: 
Zimmerleute:
Helfer: 

4 Gulden, 45 Kreuzer
1 Gulden, 12 Kreuzer
1 Gulden, 12 Kreuzer
36 Kreuzer


Für Baumaterial musste bezahlt werden:

1 Klafter Mauersteine:
1 Kubikfuß Hausteine:
1 Kubikfuß tannenes Rundholz:
1 Ohm Kalk:
100 Stück Backsteine:

4 Gulden, 30 Kreuzer
30 Kreuzer
24 Kreuzer
6 Gulden, 20 Kreuzer
1 Gulden, 12 Kreuzer


Die Grundherrschaft bewohnte das Schloss bis 1911. Im ersten Weltkrieg diente es eine Zeit lang als Lazarett und später als Gefangenenlager. Danach stand es lange Zeit leer. In den Jahren 1934/35 war es die Unterkunft für den Arbeitsdienst, der Entwässerungsarbeiten im Eberbachtal ausführte. In der folgenden Zeit kümmerte sich niemand mehr um das Schlossgebäude, so dass es langsam aber sicher wieder zu zerfallen drohte.

Nach dem zweiten Weltkrieg fand das Schloss Verwendung als Wohngebäude für Heimatvertriebene, Flüchtlinge und Familien aus ausgebombten Städten.

1969 ging das Schloss zusammen mit dem Amtshaus und dem dazugehörigen Schlossgarten in den Besitz der Gemeinde über. Zur Verbesserung der Straßenverhältnisse wurde das Amtshaus im Jahre 1970 angebrochen und später auf diesem Platz die Raiffeisenbank errichtet. Das Schloss selbst und einen Teil des Schlossgartens verkaufte die Gemeinde 1975 an die Familie Schäfer. Diese ließ das Schloss renovieren und bewohnt es seit seiner Zeit.

Das Hofgut wurde 1989 zum Hotel umgebaut, welches seit 2006 von Familie Lacher betrieben wird.

» nach oben